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The Urban Unusuals: Labfresh

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The Urban Unusuals: Labfresh
 

Kasper Petersen und Lotte Vink haben gemeinsam das nachhaltige Modelabel Labfresh in Amsterdam gegründet. Während sich das Fast Fashion Business und die Wegwerf-Gesellschaft gegenseitig begünstigen, haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, effektiv an einem neuen Bewusstsein für Konsumgüter in der Modebranche zu arbeiten und neue Standards zu erschaffen. Wie unu, versucht auch Labfresh das Leben in der Stadt aufzuwerten und eine nachhaltigere Zukunft aufzubauen. Aus dem Grund haben wir mit ihnen kollaboriert und ein Event auf dem Sunday Market in Amsterdam organisiert, der alle zwei Wochen stattfindet. Seitdem benutzen Lotte und Kasper ihre unu Scooter in Amsterdam – sei es für die Arbeit oder, um die beste Pizza in Amsterdam essen zu können.

In einem Interview mit uns erklären sie, wie sie ihre Ziele Schritt für Schritt erreichen, und wie sie Ästhetik und Funktionalität bei ihren Designs gleichermaßen berücksichtigen.  

 

Was ist Labfresh genau?

Unser Modelabel hat einen Ausnahme-Status. Wir produzieren Kleidung, die gut aussieht und gleichzeitig die Eigenschaften von Sportbekleidung vorweist. Wir sind von Innovation umgeben, aber unsere Alltagskleidung wir noch immer old-school produziert. Wir möchten die Bekleidungs-Standards verändern. Teil unserer Kollektionen ist Männerbekleidung, aber auch Kleidshirts und Casual Shirts, sowie T-Shirts und Socken. Wir benutzen Technologien, die sich bewährt haben, kombinieren sie aber in einzigartiger Art und Weisen. So fügen wir zum Beispiel einem Shirt aus 100% Baumwolle innovative Technologien zu, so dass es sowohl Flecken abweist, als auch geruchsneutral ist und bleibt. Unsere Shirts können mehrere Tage nacheinander getragen werden, ohne dass sie unangenehme Gerüche annehmen. Sogar ein Unfall mit einem Rotwein hinterlässt keine Spuren auf einem unserer weißen T-Shirts.

unu wurde gegründet, um ein neues Netzwerk unter den Leuten in der Großstadt aufzubauen. Wie ist die Idee entstanden, Labfresh zu gründen?

Wir haben LABFRESH gegründet, weil wir Kleidung produzieren wollten, die gleichzeitig funktional und nachhaltig ist, aber dabei auch gut aussieht. Diese Kombination gibt es in der Modeindustrie nur sehr selten.

 
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Welchen Stellenwert hat die Nachhaltigkeit bei Labfresh?

Unsere Mission ist es, das Leben einfach zu gestalten. Wir versuchen den Konsum und damit auch den Abfall zu reduzieren. Die viel zu hohen Produktionszahlen sind das größte Problem in der Modebranche. Kleidungsstücke entwickeln sich immer mehr zu einem Abfall-Produkt. Indem wir nachhaltige Kleidung produzieren, möchten wir gegen das Fast Fashion-Denken angehen. Wir müssen weniger kaufen, Kleidung länger tragen und für immer behalten.

Ihr habt euer Unternehmen mithilfe von Kickstarter gegründet. Welche Vor- und Nachteile hatte das?

Wenn man ein Unternehmen gründet, ist es wichtig bewertet zu werden. Das ist nur möglich, wenn du so schnell wie möglich zahlende Kunden gewinnst. Auf Kickstarter sind der Großteil der Mitglieder Männer, also sind sie auch die ersten Kunden, die überzeugt werden müssen. Wenn sie unsere Designs nicht gekauft hätten, wäre das für uns ein eindeutiges Zeichen gewesen, dass der Markt für diese Art von Produkten noch nicht bereit ist. Außerdem ist es sehr vorteilhaft, dass die Finanzierung der ersten Produktion von Kickstarter übernommen werden kann. Zu Beginn besteht immer ein Risiko, dass man auf den Teilen der ersten Produktion sitzen bleibt. Es gibt keine Nachteile bei Kickstarter.

 
 
 Auch die unu-Gründer Pascal Blum und Mathieu Caudal tragen die Hemden von Labfresh

Auch die unu-Gründer Pascal Blum und Mathieu Caudal tragen die Hemden von Labfresh

 
 

Was habt ihr beiden vorher gemacht? Und inwiefern hat es euch dabei geholfen Labfresh zu gründen?

Kasper war vorher im Supply-Chain-Management tätig und hatte bereits ein Start-Up, das The Cloakroom hieß. Ich habe Business und Psychologie studiert und war eine der ersten Mitarbeiterinnen bei The Cloakroom. Zusammen haben wir mittlerweile sehr viele Kenntnisse sammeln können, die sich sehr gut ergänzen. Das wichtigste, das man haben muss, wenn man ein Unternehmen aufbaut, ist allerdings ein extrem hohes Durchhaltevermögen. Learning by Doing – das muss man sich immer ins Gedächtnis rufen.

Ihr habt gerade euer zweites Produkt herausgebracht – ein T-Shirt. Was kommt als Nächstes?

Wir arbeiten an vielen, neuen Produkten, aber es dauert sehr lange die Technologien an natürlichen Materialien zu testen. Als nächstes möchten wir gerne eine gesamte Kollektion haben, die aus schönen und fortschrittlichen Basics besteht. Wenn du dann also einen kleinen Unfall mit Rotwein hast, bleibt nicht nur dein T-Shirt sauber.


Euer Label befindet sich in Amsterdam. Was mögt ihr an der Stadt am meisten?

Ich liebe Amsterdam wirklich sehr. Die Stadt ist wunderschön und die Menschen sind auch toll. Alleine, wenn ich mit dem Fahrrad durch die Straßen fahre, erlebe ich viele Glücksmomente, weil die Stadt so schön ist. Die Menschen in Amsterdam sind keine Mogelpackungen. Sie geben dir genau das, was sie auch ausstrahlen und ich liebe diese Aufrichtigkeit.

 
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An welche Orte fahrt ihr mit eurem unu Scooter und wie verbringt ihr eure Wochenenden?

Wir befinden uns noch immer in einer Phase, in der wir viel am Wochenende arbeiten müssen. Wenn wir aber Zeit für uns haben, gehen wir gerne mit unserem Hund im Vondelpark oder direkt an der Amstel spazieren. Es gibt aber auch einige abgelegenere Orte, die man am besten mit den unu Roller erreicht. Oft entdecken wir auch wunderschön, neue Plätze, wenn wir mit unseren unu Rollern fahren. Hin und wieder trinken wir auch mal ein Glas Rotwein in einem der schönen Außenbereiche von Bars in der Stadt.


Könnt ihr auch einige eher unbekannte Orte in Amsterdam empfehlen?

Ich glaube wirklich, dass der Osten von Amsterdam ein sehr schöner Teil zum Erkunden ist. Es gibt dort viele schöne Restaurants und Bars – und die beste Pizza in ganz Amsterdam. Die findet man in der Pizzeria LouLou neben der Amstel.